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Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Kelsterbach am 25.01.2015

Alter Stadtbrandinspektor - Neues Fahrzeug

Im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Kelsterbach stand die Wiederwahl des Stadtbrandinspektors (SBI) und eine Erweiterung des Fuhrparks. Ein Nachmittag auf dem Feuerwehrstützpunkt beinhaltete mit dem Programm der Einsatzabteilung und des Vereins Informationen im Doppelpack. Zudem standen noch zahlreiche Ehrungen für besondere Leistungen und Vereinstreue auf der Agenda.

Informativ, ausführlich und kompetent; SBI Thomas Heller ist bekannt für einen souveränen Moderationsstil, der den zahlreichen Gästen einen informationsreichen, aber keinesfalls langweiligen Nachmittag bescherte. Nachdem er die Ehrengäste in Person von Stadtverordnetenvorsteherin Helga Oehne, Bürgermeister Manfred Ockel und Kreisbrandinspektor Fred Schmidt begrüßt hatte, stieg er mit seinem Jahresbericht in die Tagesordnung ein.

Unwetter bedingen mehr Einsätze

Bildhaft unterstützt von einer Power-Point und thematisch gegliedert, sprach Heller zunächst die zahlreichen Einsätze in 2014 an. Probleme machten dabei die rechtlichen Vorgaben der sogenannten Regelhilfsfrist. Dabei handelt es sich um eine Zeitvorgabe von drei bis vier Minuten, in denen die Wehr einsatzbereit sein soll. Dies sei nicht immer machbar, als Grund dafür gab der Feuerwehrchef vor allem die eingeschränkte Verfügbarkeit im tageskritischen Zeitraum, wie die üblichen Arbeitszeiten in der Fachsprache bezeichnet werden, an. In diesem Zusammenhang sei es ein erfreulicher Aspekt, dass vor allem Bedienstete der Stadt Kelsterbach einen integralen Bestandteil für die Tages-Einsatzbereitschaft darstellen. Das Engagement der Stadt im Bereich Brandschutz bezeichnete der SBI als Investment in die Sicherheit einer Kommune. Dies wäre zwar nicht selbstverständlich, jedoch der aktuellen Entwicklung geschuldet. Ein dickes Lob ging an die Einsatzkräfte der Wehr, die auf Grund der sommerlichen Unwetterlage mehr denn je gefordert waren. Dauerregen und Hochwasser versetzten Kelsterbach mehrfach in einen Ausnahmezustand, bei dem die Anforderungen weit über das übliche Maß hinausgingen. ? Die Einsatzkräfte liefen auf dem Zahnfleisch?, blickte Heller zurück und resümierte dabei, dass in drei Wochen so viele Einsätze verzeichnet wurden als sonst im ganzen Jahr.In der Folge setzte sich Heller noch mit Brandeinsätzen, Hilfsleistungen und Fehlalarmen auseinander.

Technik und Personal

Die Bestandsaufnahme im Bereich der technischen Ausstattung setzte die Versammlung darüber in Kenntnis, welche Arbeits- und Einsatzmittel die Wehr vorhält. Neben neuen Einsatzfahrzeugen steht noch ein Rettungsboot und ein fahrbarer Schaumwasserwerfer zur Verfügung. Wesentliche Ersatz- und Neubeschaffung konnten im Jahr 2014 umgesetzt werden. In der Aufzählung enthalten waren Atemschutzgeräte, Messgeräte, Wassersauger und Zubehör für den Digitalfunk. Notwendigerweise ergänzten LKW- und Bootsführerscheine das Anforderungsprofil des Vorjahres. Zum Thema Personal erläuterte der SBI den Aufbau der Feuerwehr an Hand eines ins Bild gesetzten Organigramms. Die Einsatzabteilung verfügt aktuell über sechzig Kräfte und liegt damit unter der Mindeststärke gemäß dem kommunalen Bedarf- und Entwicklungsplan. Zu erwartende Übertritte aus der Jugendfeuerwehr seien dabei ein mögliches Deckungspotenzial. Einunddreißig Einsatzkräfte zählen zu dem sehr wichtigen Kreis der Atemschutzgeräte-Träger, zwei hauptamtliche Gerätewarte sorgen für die Aufrechterhaltung der technischen Einsatzmittel. Zufrieden äußerte sich der Feuerwehrchef über den Ausbildungsstand seiner Truppe. Ein hohes Maß an Fortbildungsbereitschaft sichere auch Qualität für welche die Stadt investiere.

Der Jugendleiter Sascha Börner referierte über den Stand der Dinge im Nachwuchsbereich. Aktivitäten über die technische Ausbildung und die Jugendarbeit hinaus waren unter anderem in 2014 Ehrenwachen, der Kerweumzug und Vereinsveranstaltungen. Börner resümierte, dass man es geschafft hätte, das Interesse der Jugendlichen für die Feuerwehr zu wecken. Nun bestünde die Herausforderung darin, dieses bei den jungen Leuten aufrecht zu erhalten.

Lobende Worte der Gastredner

Bürgermeister Manfred Ockel zollte der Einsatzabteilung ein hohes Maß an Anerkennung für ihre Leistungen, mit denen psychische und physische Belastungen einhergehen. Im Sommer setzte das Unwetter Prioritäten, welche die Wehr mit Bravour bewältigte, fügte das Stadtoberhaupt lobend hinzu. Den Neu- oder Umbau des Feuerwehrgerätehauses sieht Ockel als Priorität der städtischen Projekt-Agenda. Neben einer langfristigen Perspektive für den Standort, gelte es die Feuerwehr baulich fit zu machen, dass sie den Anforderungen gerecht werde. Ockel betonte, dass auf Thomas Heller und sein Team bei ihrer schwierigen und verantwortungsvollen Aufgabenstellung hundertprozentig Verlass sei. Bei der anschließenden Wahl des Stadtbrandinspektors entsprach das Ergebnis der Einschätzung des Bürgermeisters. Mit einunddreißig von neununddreißig Stimmen wurde Hellers langjähriges Wirken von seiner Mannschaft deutlich bestätigt und der dritten Amtszeit stand nichts mehr im Wege. Erster Gratulant war Fred Schmidt, der den offenen und konstruktiven Führungsstil seines Kelsterbacher Kollegen würdigte. Diese Anerkennung dehnte Schmidt auf die gesamt Wehr aus: ?An jedem Tag im Jahr sind Menschen für Menschen im Einsatz, daran werde deutlich, was die Feuerwehr für die Allgemeinheit tue?. Großen Gefallen an der Organisation der Kelsterbacher fand der Kreischef und merkte an, dass diese auch für andere Feuerwehren ein gutes Beispiel sei.

Technik die begeistert

Die erste Amtshandlung des alten und neuen Leiters der Feuerwehr war die Entgegennahme eines neuen Einsatzleitfahrzeugs. Nach der Schlüsselübergabe durch den Bürgermeister bot sich die Gelegenheit die Fuhrpark-Erweiterung näher zu begutachten. Insbesondere das Innenleben des modernen Fahrzeuges zeichnete sich durch den neuesten Stand der Technik aus, fast vermittelte sich der Eindruck eines Rechenzentrums auf vier Rädern.

Als nahtloser Übergang erfolgte die Jahreshauptversammlung des Vereins, eröffnet durch die erste Vorsitzende Nicole Wörpel. Die ehemalige langjährige Jugendleiterin führt den Verein seit einem Jahr und zog für diesen Zeitraum eine ansprechende Bilanz. Ein hohes Maß an ehrenamtlicher Bereitschaft mache die Feuerwehr bei ihren Veranstaltungen für die Bevölkerung attraktiv. Wörpel unterstrich, dass die Events der Feuerwehr von diesem Engagement leben würden und dankte in diesem Zusammenhang auch für zahlreiche Kuchenspenden. Als bedauerlich stufte die Vorsitzende den verringerten Zuspruch beim Kindermaskenball ein, der inzwischen sogar eine defizitäre Entwicklung nehme. Dabei sei es nicht Ziel Gewinn zu machen, betonte Wörpel, die sich für diesen Aufwand zumindest eine Kostendeckung wünsche. Im Rahmen der Dankesworte an ihre Mitstreiter, stellte sie die souveräne Kassenführung von Ralf Köhler besonders heraus. Zu Wort kam auch der Vereinsringsvorsitzende Thorsten Schreiner. Er bewertete das Vereinswirken der Wehr als spürbaren Mehrwert für Mitglieder und Gäste der Veranstaltungen. Am Ende einer zügig und gleichermaßen informativen Sitzung stand noch ein kurzer Ausblick auf die vielen Aktivitäten des Vereins Feuerwehr. Kleiner Höhepunkt dabei: Viele Kameraden folgen der Einladung der Partnerstadt Baugé, dort wird gemeinsam das 200- jährige Jubiläum der Feuerwehr-Kaserne gefeiert.(Ts)

Ehrungen, Ernennungen, Beförderungen

Anerkennungsprämie des Landes Hessen:

  • Saied Jerbi für 10 Jahre aktive Dienstzeit, Rudi Plitt für 30 Jahre aktive Dienstzeit im Katastrophenschutz.

Bronzene Katastrophenschutzmedaille für 10 Jahre aktiven Dienst:

  • Saied Jerbi

Silberne Kathastrophenschutzmedaille für 25 Jahre aktiven Dienst im Katastrophenschutz:

  • Stefan Kaiser

Beförderungen zum Feuerwehrmann:

  • Marcel Gallmann, Helge Sallhofer

Beförderungen zum Oberfeuerwehrmann:

  • Christian Schneider
  • Nico Schumacher
  • Jonas Ungemach

Beförderungen zum Hauptfeuerwehrmann:

  • Sascha Börner
  • Niklas Hoffmann
  • Maximilian Seib

Beförderung zum Löschmeister:

  • Benjamin Wörpel

Beförderungen zum Oberlöschmeister:

  • Carsten Klang
  • Andreas Reitz

 

Ehrungen im Verein

25 Jahre Mitgliedschaft:

Gerda Heller, Oliver Heller, Edelgard Gulla, Hubert Gulla, Michael Liedtke, Marianne Barthel, Rolf Barthel, Christian-Florian Rolle, Matthias Werner, Jürgen Suppus, Rolf Rostan

40 Jahre Mitgliedschaft:

Karl-Heinz Herth

50 Jahre Mitgliedschaft:

Hans-Joachim Körner, Helmut Decker